Entscheidungsprozesse verstehen mittels Conjoint-Analysen

Der Grundgedanke der Conjoint-Analyse ist das wiederholte Versetzen der Teilnehmer in eine Kaufsituation, in der sie sich für ein Produkt bzw. eine Leistung entscheiden müssen. Dieser Ansatz kommt der Realität deutlich näher, als klassische Rating-Skalen.

Klassische Rating-Ansätze, beispielsweise bei der Beurteilung von Produktfeatures, resultieren in Anspruchsinflation – alles ist Kunden besonders wichtig. Aber nicht weil das in der Realität tatsächlich der Fall ist, sondern weil die Befragungssituation jede Eigenschaft isoliert betrachtet und mögliche gegenläufige Abhängigkeiten außer Acht gelassen werden.

Grundsätzlich würde ein Auto mit großem Platzangebot, ansprechendem Design, hoher Leistung, niedrigem Benzinverbrauch und günstigem Preis viele von uns ansprechen – diese Kombination ist aber technisch und wirtschaftlich nicht realisierbar. Wie in echten Konsumsituationen müssen in der Conjoint-Analyse bei der Beurteilung von Angebotspaketen negative Auswirkungen oder Abstriche in Kauf genommen werden. Die Attraktivität einer längeren Garantieleistung wird nicht für sich alleine betrachtet, sondern immer in Abhängigkeit unterschiedlicher Preise.

Preisgestaltung, Leistungsentwicklung, Bestimmung des Markenwerts und Marktsegmentierung sind typische Bereiche in denen die Conjoint-Analyse angewendet wird.

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